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Die Täler rund um den Gardasee – Verzauberte Landschaften - Sarcatal, Ledrotal, Valle di Concei, Valvestino, Toscolana Tal, Valtenesi Tal, Val Camonica

Monte BaldoIn der traumhaft schönen Naturlandschaft rund um den Gardasee gibt es zahlreiche wunderschöne Täler, in denen man wandern, mountainbiken oder einfach nur in Ruhe spazieren gehen kann. Auch eine Fahrt mit dem Auto durch die herrliche, fast unberührte Natur ist ein Erlebnis, von dem man noch lange zehren kann.

Hier nur eine kleine Auswahl der schönsten Täler in der Umgebung des Gardasees:

Das Sarcatal im Norden
Das Ledrotal im Nordwesten
Das Valle di Concei im Nordwesten
Das Valvestino im Westen
Das Toscolana Tal im Westen
Das Valtenesi Tal im Westen
Das Val Camonica im Westen

Im Norden

Das Sarcatal

Felsen in Arco

Dieses wunderschöne breite Tal verläuft vom Gardasee bei Riva aus Richtung Norden bis zur Quelle der Sarca, die sich im Adamello Massiv befindet. Nach Osten durch eine Berggruppe zum Etschtal hin abgetrennt, schlängelt sich der Fluss Sarca durch die wunderschöne Landschaft der Brenta Gruppe und mündet schließlich bei Torbole in den Gardasee. Der Fluss fließt gemächlich durch das breite Tal, nach einem Gewitter jedoch, wird er allerdings zum reißenden Wildbach.

In diesem üppigen grünen Tal gibt es eine wunderschöne Landschaft und die beiden Hauptorte im Tal, Dro und Arco, sind beide sehr sehenswert. In Arco gibt es eine imposante, auf einem markanten Felsen thronende Burg, die um 1000 erbaut wurde. Der Berg auf dem sie steht, fällt zum Sarcatal hin mehr als 100 Meter senkrecht ab. Die Burg wurde damals gebaut um das enge Sarcatal abzusichern, denn es war einer von zwei wichtigen Zugängen zum nördlichen Gardasee. Ein schöner, von Olivenhainen gesäumter Weg führt in ca. 20 Minuten hinauf zur Burg.
Unweit von Dro, einem der ältesten Orte im Tal, kann man eine in der Eiszeit entstandene Steinwüste bestaunen, das Marocche-Biotop, das einst durch gewaltige Felsstürze entstand. Hier kann man in den Felsen Fußabdrücke von Dinosauriern erkennen.

Wandern am GardaseeSeen in Italien, OberitalienNicht weit entfernt davon stehen die Ruinen der Burg von Drena. Von der einstmals imposanten Burg kann man heute immer noch den mittelalterlichen Zinnenturm, die gibellinische Ringmauer und einige weitere sehenswerte Gebäude besichtigen.

Für Wanderer, Mountainbiker und Kletterer ist das Sarcatal ein wahres Paradies. Eingefasst von den Trentiner Bergen kann man hier eine traumhaft schöne Landschaft, die saubere Luft und das milde Klima in vollen Zügen genießen. Es gibt hier einen der schönsten Radwanderwege in der Umgebung, er führt von Torbole am See durch malerische Landschaften mit Weinbergen und Olivenhainen über Arco bis nach Dro und Drena. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann einen Teil des Weges bis nach Arco fahren und sich dort im wunderschönen mittelalterlichen Ortskern mit seinen hübschen verwinkelten Gassen ein Eis gönnen und dann wieder zurück fahren.

Für Kletterfans ist das Sarcatal das absolute Eldorado! Um Arco gibt es zahlreiche attraktive Felswände und im Ort kann man alles erwerben, was man an Ausrüstung fürs Klettern braucht. Zwischen Colodri und Piccolo Dain, nahe bei Arco, reiht sich über eine Strecke von mehr als 20 Kilometern eine Felswand an die andere. Die Höhen variieren zwischen 100 und 1200 Metern und es ist in jedem Schwierigkeitsgrad etwas dabei. Das ganze Jahr über ein absolutes Topziel für alle Kletterer!

Im Nord-Westen

Das Ledrotal

Der Ledrosee

Von Riva del Garda aus, kann man in westlicher Richtung das wunderschöne Ledrotal bis zum blau schimmernden 655 Meter hoch gelegenen Ledrosee hinauffahren. Unterwegs kommt man an den hübschen kleinen Orten Biacesa, Pre und Molina vorbei.

Der Ledrosee ist für Naturliebhaber ein wahres Paradies, denn er liegt inmitten einer herrlichen grünen Naturlandschaft. Er ist aber auch für geschichtlich Interessierte ein beliebtes Ausflugsziel, denn hier lebten schon vor mehr als 4000 Jahren Menschen und hinterließen ihre Spuren. In Molina di Ledro kann man in einem Museum zahlreiche Fundstücke einer prähistorischen Pfahlbausiedlung bewundern.

Diese Siedlung wurde entdeckt, als man zwecks Stromgewinnung im Jahre 1929 den Wasserstand stark absenkte. Zuerst hielt man die zum Vorschein kommenden Pfähle für eine unwichtige alte Schutzanlage, bis man schließlich erkannte, dass es sich hier um die spektakuläre Entdeckung einer Pfahlbausiedlung handelte. Man nimmt an, dass die Siedlung aus der Zeit zwischen 2000 und 1200 vor Christus stammt. Im Museum kann man viele Fundstücke bewundern und in drei nachgebauten Hütten kann man sich ansehen, wie die Menschen damals gelebt haben. Offensichtlich trieben die Bewohner damals Ackerbau und Viehzucht, fingen die Fische im See und stellten Netze her. Sie webten Stoffe und mahlten das Getreide. Eine beeindruckende Reise in die Vergangenheit!
Im Ledrotal gibt es wunderschöne Rad- und Wanderwege und die Ruhe, die grüne Natur und das Panorama der Berge wirken auf Körper und Seele wie Balsam. Wer es geschafft hat, das Tal hinauf zu radeln, kann sich am Ledrosee auch mit einem erfrischenden Sprung ins kristallklare Wasser des Sees belohnen!

Valle di Concei

Radfahrer in Arco am Gardasee, TrentinoDas Valle di Concei ist ein verträumtes kleines Seitental des Valle di Ledro. Von dichten Wäldern und hohen Bergen umgeben, scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Die imposanten Berggipfel in der Umgebung reichen bis hinauf auf 2200 Meter und die authentischen kleinen Dörfer Locca, Lenzumo und Enguiso haben einen alpinen Charakter. Wer es wirklich ruhig und abgeschieden mag, der ist hier am richtigen Ort. Das Tal gilt immer noch als Geheimtipp und man bewegt sich hier weit abseits der Touristenströme.  Durch die zauberhaft schöne Natur des Tals, mit ihren blühenden Almwiesen und den dichten Wäldern führen viele schöne Routen, sowohl für Wanderer als auch für Mountainbiker.

Man erreicht dieses Kleinod unter den Tälern von Riva del Garda am Gardasee aus über Pieve di Ledro, von wo aus man auf die Schilder Richtung Valle di Concei achten sollte.

Im Westen

Das Valvestino im Naturpark Alto Garda Bresciano

Im Hinterland des Westufers des Gardasees befindet sich dieses hübsche romantische Tal. Es verläuft von Norden nach Süden und ist das größte Tal im Westen des Sees. Es verbindet den Gardasee mit dem Giudicarie- und dem Valsabbia-Tal. Wer einen Ausflug in eine wirklich traumhafte, ursprüngliche Natur unternehmen möchte, sollte sich das Valvestino unbedingt ansehen. Man erreicht es, indem man die Straße von Gargnago aus in Richtung Navazzo fährt.
Das Tal ist dünn besiedelt, hier gibt es nur 6 Dörfer, an denen sowohl die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts als auch die Touristenströme des 20. Jahrhunderts glücklicherweise spurlos vorbei gegangen sind. Wer wirklich ganz in Ruhe wandern und die Natur genießen will, kann hier auf zahlreichen Routen die Landschaft bewundern, ohne dabei irgendjemanden zu treffen.
Das Tal ist etwa 20 Kilometer lang und im mittleren Teil von steilen Hängen umgeben. Ein wunderbarer Anblick ist der grünlich glitzernde Stausee in der Mitte des Tales. Er wurde 1960 gebaut.
Das Valvestino gehört zum Naturpark Alto Garda Bresciano, dessen Verwaltung einiges dafür tut, dass der Park für Wanderer ein attraktives Ziel wird. Es gibt viele schöne Wanderwege und gute Broschüren mit Vorschlägen für Rundwanderungen. Aber auch abseits dieser Wege gibt es viele schöne Wanderrouten durch eine herrliche Landschaft. Besonders schön ist zum Beispiel die Almgegend um die Cima Rest.

Das Toscolana Tal – Papiermühlental im Naturpark Alto Garda Bresciano

Tenno am GardaseeDas Toscolana Tal, auch Valle delle Cartiere genannt, ist ein hübsches verschlafenes Tal im Hinterland des Gardasee-Westufers. Es befindet sich wie das Valvestino im Naturpak Alto Garda Bresciano und ist von Toscolana-Maderno aus zu erreichen. Der Taleingang befindet sich gleich hinter dem Rathaus. Von hier aus kann man sich dieses interessante Tal zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto ansehen.Die Landschaft dieses Flusstals ist wunderschön, umgeben von steilen Bergen schlängelt sich der Fluss Toscolano durch die Schlucht und bildet immer wieder natürliche Pools, an denen man rasten und im kristallklaren Wasser baden kann. Auch Forellenfischer kommen hier auf ihre Kosten, da das saubere Flusswasser so klar ist, kann man die Fische hier gut sehen.
Wer durch dieses grüne Tal wandert, begibt sich auf die Spuren der hier früher ansässigen Papierindustrie. Im Tal gab es einst zahlreiche Papiermühlen, deren Ruinen man entlang des Weges besichtigen kann. Die alten, teilweise verfallenen Gebäude sind von Efeu überwuchert und üben einen ganz besonderen Reiz aus. Die Maina Inferiore ist die letzte Papiermühle des Tals, sie produziert zwar seit 1960 nicht mehr, aber sie wurde restauriert und ein Museum über die Papierherstellung wurde hier eingerichtet. In diesem Eco Museo können die Besucher einiges über die einzelnen Produktionsschritte erfahren, die aus einem Stück Holz ein Blatt Papier machen. Für Familien mit Kindern ein aufregendes Erlebnis.
Es gibt schöne Rundwanderwege, die von Toscolano aus hinauf in die hochgelegenen Dörfer Gaino und Pulciano und wieder zurück nach Toscolana führen.

Der GardaseeDas Valtenesi Tal

Westlich von Padenghe sul Garda verläuft das Valtenesital in Nord-Südrichtung. Die herrliche Landschaft des Valtenesi Tals mit ihren Zypressen, Olivenhainen und sanften Weinbergen ist für jeden Besucher ein einziger Hochgenuss. Unterwegs trifft man immer wieder auf schöne Burgen, hübsche alte Kapellen und kleine, am Wegrand aufgebaute Kreuze mit verschiednen Heiligenmotiven.Wer hier entlang wandert, kann so richtig auftanken! Für Radfahrer ist das Tal besonders attraktiv, denn es gibt einen neuen, gut ausgebauten Radweg, der durch diese wunderschöne Naturlandschaft führt.

Das Val Camonica – Das Tal der Felszeichnungen

Dieses einzigartige, vom Fluss Oglio durchflossene Tal befindet sich nicht direkt beim Gardasee, sondern etwa 1,5 Autostunden entfernt Richtung Westen, oberhalb des Iseosees. Trotzdem soll es hier erwähnt werden, denn es lohnt sich wirklich, einen Ausflug in dieses ungewöhnliche Tal zu unternehmen. Es erstreckt sich über etwa 80 Kilometer vom Tonalepass bis zum Iseosee und wurde wegen der weltweit einzigartigen prähistorischen, in den Stein eingeritzten Felszeichnungen, die man hier in großer Anzahl vorfindet, in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Der größte Ort im Tal ist Darfo Boario Terme, der meistbesuchte ist Capo di Ponte, denn hier gibt es die meisten Felszeichnungen.
Der Name des Tales geht auf das Volk der Camunni zurück, das in der Jungsteinzeit, etwa 6000 v. Chr, hier lebte. Auf den vielen von eiszeitlichen Gletschern glatt geschliffenen Felswänden kann man noch heute schier unendlich viele Felsgravuren, die von den Camunni stammen, bewundern. Die Bilder erzählen vom Alltag und zeigen Menschen, Tiere, Waffen, Sonnenscheiben und vieles mehr. Es gibt aber auch abstrakte Zeichnungen und geometrische Formen. Das Valcamonica gilt als der weltweit größte Fundort prähistorischer Felsgravuren, es sollen hier schätzungsweise mehr als 300.000 solcher in den Fels eingeritzten Zeichnungen, so genannte Petroglyphen, vorhanden sein. Die meisten davon befinden sich nahe bei Capo di Ponte, Darfo Boario Terme, Cimbergo, Nadro und Paspardo.
Ein Ausflug ins Val Camonica wird so zum Ausflug in die Jungsteinzeit!

Bilder Copyright: Fotolia
Fotografen von oben: Klaus-Peter Adler, NikonSteff, Alexander Rochau, juergen2008, privat, Ulrich Duda, Stefan Körber


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