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Der Gardasee – einer der beliebtesten Surfspots Europas, Ora, Vento

Zuverlässige Winde und mediterranes Wetter machen den Gardasee zum optimalen Revier für Surfer und Segler.
Besonders der nördliche Teil des Sees oberhalb von Malcesine, allen voran das Top-Surferrevier bei Torbole, ist in den Sommermonaten fest in Surferhand. An der Nordspitze ist der See am schmalsten, rundherum ragen malerisch die hohen Berge auf und die Winde hier sind ein wahrer Genuss. Besonders die beiden berühmtesten Winde des Gardasees, Ora und Vento, blasen hier.

Surfen am GardaseeIn diesem nördlichen Bereich des Sees, kann man sich dem Rausch der Geschwindigkeit hingeben und durchaus 60 Stundenkilometer erreichen. Aber nicht nur Profis, auch Einsteiger finden am Gardasee ihr Surferparadies, es gibt unzählige Surfstationen mit Verleih und Unterricht für jedes Niveau.

Das typische Wetter am Gardasee ist trotz der Nähe zu den Alpen mediterran. Morgens klart es durch den Nordföhn der Alpen auf, dann erwärmt sich die Luft durch die Sonne und es strömt Südwind aus dem flachen Südteil des Sees Richtung Norden, die Berge hinauf. Dieser tägliche Zyklus bewirkt, dass der Gardasee meist schönes Wetter und angenehmes Klima hat, selbst wenn es in den Bergen wollkenverhangen und kühl ist. Dieses angenehme Wetter und die einzigartige Windgarantie machen den See bei zum Windsurfen so beliebt wie kein anderes Binnengewässer und es werden hier regelmäßig Regatten von internationaler Bedeutung ausgetragen.

Der Rhythmus der Surfer wird vor allem durch den kühlen Nordwind, den Vento und den warmen Südwind, den Ora bestimmt. Der Nordwind fängt meist schon gegen Mitternacht an zu blasen und erreicht in den frühen Morgenstunden seine Höchstgeschwindigkeiten. Zu dieser Tageszeit sind die besten Surfspots bei Malcesine und beim nahe gelegenen Hotel Pier.
Gegen Mittag beginnt dann der Südwind zu blasen und die Surfer ziehen um an die Nordspitze des Sees nach Torbole. Der Südwind bläst dann bis zum Sonnenuntergang.


Seen in Italien, OberitalienWichtige Regeln für Surfer am Gardasee
Das Tragen von Rettungswesten ist Vorschrift und wird hin und wieder auch kontrolliert. Gesurft werden darf ab einer Stunde nach Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.

Surfen am GardaseeSurfspots am Gardasee

Es gibt unzählige interessante Surfspots am See, insbesondere der nördliche Teil ist fest in Surferhand. Sowohl Anfänger als auch Profis finden hier viele Möglichkeiten, sich dem Speedrausch auf dem Wasser hinzugeben. Die Szene ist jung, es gibt ein reges Nachtleben, viele Cafés, Bars und Diskos.

Campione
Campione, am Fuß einer steilen Felswand gelegen, hat im Norden einen schönen Surfstrand. Hier wird der Südwind durch die Felswand verstärkt und auch der Nordwind bläst hier ganz ordentlich. Es gibt einen gebührenpflichtigen Parkplatz.

Spot beim Hotel Pier
Zwischen Riva und Limone an der Westseite des Sees befindet sich ein Top-Spot für den Südwind am Nachmittag, die Ora. Der See ist hier am schmalsten (Düse genannt) und der Südwind bläst hier am stärksten. Der Nordwind ist hier etwas schwächer. Nicht weit entfernt gibt es einen weiteren guten Spot, die Beia dei Porci (Schweinebucht), die allerdings nur für Könner geeignet ist.

Der GardaseeSpot beim Hotel Capo Reamol
Einer der besten Nordwindspots befindet sich beim Hotel Capo Reamol. Aber auch der Südwind bläst hier recht stark.

Riva del Garda
Bei dieser beliebten Stadt finden auch Anfänger gute Möglichkeiten und viele schöne Einstiegsstellen. Die Winde wehen hier eher schwach, so dass man bedenkenlos erste Surfversuche unternehmen kann.

Torbole
Die Maroadi Bucht in Torbole ist ideal für Einsteiger. Da sie meist im Windschatten liegt, können Anfänger sich hier problemlos auf ihre ersten Surftouren wagen.
 

 

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Der Strandbereich zwischen der Sarcamündung und dem Hafen ist ein guter Ora-Spot. Nahe beim Ufer ist es allerdings recht voll. Wenn man weiter raus surft wird man mit sehr konstantem und starkem Wind belohnt. Von hier kann man auch bis zum Gebiet vor dem Hotel Pier surfen, wo sehr starker Wind herrscht.

Die Sarca-Mündung in Torbole ist ein guter und sehr beliebter Spot mit Parkplätzen, einer Bar, Liegefläche und Duschen.

Zwischen dem Hafen in Torbole und dem Pavese gibt es hervorragende Einstiegsstellen für Surfer die den Südwind Ora ausnutzen wollen. Allerdings sind die Stellen oft überlaufen und auch im Wasser herrscht während der ersten Meter ein ziemliches Gedränge.

Der Strand neben dem Yachthafen in Torbole ist ein extrem beliebter Spot für Surfer die den Südwind genießen möchten.

Der Spot Corno di Bo südlich von Torbole ist ideal um Ora und Vento zu nutzen. Die Winde blasen direkt am Ufer am stärksten. Allerdings ist es hier oft sehr voll.

Blick auf den GardaseeNavene
In Navene gibt es einen kleinen Strand. Er ist ein guter Einstieg für Surfer die den Vento nutzen wollen.
Die Parkmöglichkeiten sind hier eher rar.

Malcesine
Malcesine ist ein Traumspot für Profis und auch für Anfänger. Vormittags ist es mit Windgeschwindigkeiten bis zu 7 Bft ein Paradies für Profis. Nachmittags bläst der Wind weniger heftig und bei Windstärken von 2-4 Bft können sich auch Einsteiger aufs Brett wagen.

Nördlich der Altstadt von Malcesine befindet sich eine der besten Stellen für Vento-Surfer. Der Südwind hingegen weht hier nur mäßig. Der Einstieg ist sehr steinig und unwegsam.

In der Bucht von Val di Sogno trifft man auf einen eher gemäßigten Südwind. Nur an Tagen mit sehr guter Ora gibt es hier auch Gleitwind. Profis können von hier zum gegenüberliegenden Ufer bei Campione surfen.

Insel Olivo vor Malcesine
Man kann diese kleine Insel täglich mit einem Boot erreichen. Auf der Insel gibt es gute Surfspots und wenig Gedränge. Nachmittags kann man mit dem Boot nach Campione fahren um dort den Ora auszunutzen.


Boote auf dem GardaseeDie Winde am Gardasee

Die beiden Stars unter den Gardaseewinden sind der Nord- und Südwind, Vento und Ora. Sie sind für Surfer die beiden wichtigsten Winde am See. Aber es gibt auch einige weitere Winde, darunter auch durchaus gefährliche wie der Bali oder der Ponale.

Der Nordwind Vento
Der Nordwind Vento (italienisch für Wind) wird auch Peler genannt. Er ist unter den Gardaseewinden der König, ein echter Schönwetterwind, und in den Sommermonaten von Juni bis September absolut verlässlich.
Zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens beginnt er zu blasen, zuerst nur leicht, dann, am frühen Morgen in voller Stärke. Am stärksten wird er, wenn die ersten Sonnenstrahlen das Wasser am Westufer erreichen.
Er kommt zustande durch die abgekühlte Luft, die aus den umliegenden Bergen im Norden, die teilweise schneebedeckt sind, herunterweht. Nach einem Höhepunkt am frühen Morgen wird er bereits um 9 Uhr vormittags schwächer. Er dauert etwa 12 Stunden, manchmal auch bis etwa 15 Uhr. Ein besonders guter Spot, um den Nordwind auszunutzen, ist Malcesine.
Nordwindsurfer sollten erfahrene Surfer sein, denn der Vento kann Windstärken bis zu 6 Bft erreichen und außerdem sind die Einstiegsstellen und auch die steilen Ufer des Nordwindgebietes nicht für Anfänger geeignet. Typisch für den Vento sind 3 große Wellen. Bei Toscolano und südlich von Torri trifft man auf die höchsten Wellen.

Gardasee bei LimoneDer Südwind Ora
Der Südwind heißt deshalb Ora, italienisch für Stunde, weil er so pünktlich weht, dass man nach ihm die Uhr stellen könnte. Er ist normalerweise nicht ganz so stark wie der Nordwind. Er erreicht im Durchschnitt Windstärken von etwa 4-5 Bft. Er beginnt etwa um 12 Uhr mittags und bei Sonnenuntergang flaut er wieder ab.
Er entsteht durch die Sonne, die die steilen Felsen am nördlichen Seeufer erwärmt. Dadurch steigt die erhitzte Luft auf und Luft aus der Po-Ebene im Süden strömt nach. Je näher man den Felswänden kommt, umso stärker ist diese Thermik. An der engsten Stelle des Sees, an der so genannten Düse, ist der Südwind am stärksten.

Der Bali
Dieser Wind setzt im Sommer nur nach einem längeren Regen oder einem Gewitter ein. Er weht im gleichen Bereich wie der Nordwind, kann aber viel stärker werden bis zu Windstärken von 8 Bft. Da er sehr gefährlich werden kann, wird Surfern empfohlen, sofort ans Ufer zurückzukehren.
 

 

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Im nördlichen Teil des Sees setzt er erst weit draußen ein und wird daher am Ufer meist gar nicht bemerkt. Die meisten Unfälle passieren an Tagen, an denen der Bali weht!

Der Gardasee bei SirmionePonale
Der Ponale ist ein Westwind, der im Sommer auftritt. Aus dem Ledrotal kommend weht er heftig Richtung Osten und wenn er sich mit dem Vento vereinigt, kann es zu kräftigen Böen mit Windstärken bis zu 6 Bft kommen. Üblicherweise tritt er nachmittags, abends oder nachts auf im nördlichen Teil des Sees auf.

Vinessa
Der Vinessa ist ein Ostwind, der am südlichen Gardasee weht. Er tritt kurz nach dem Bora, einem gefürchteten Nordostwind der Adria, auf.
Bei einem schwarzen Himmel südöstlich von Peschiera steht die Ankunft des Vinessas unmittelbar bevor. Er kann bis zu 7 Bft erreichen und hohe Wellen aufbauen.

Vent da Mut
Der Vént da Mut tritt vorwiegend in der Nähe von Gargnano auf. Er setzt während des Nordwindes ein und kann in seltenen Fällen ganz plötzlich auch hohe Windstärken bis zu 6 Bft erreichen und so sogar Boote an der Boje zum Kentern bringen.

Blick auf den Gardasee von SirmioneFassanella
Der Fassanella entsteht aus mehreren Winden, die aus Südwesten und aus der Bucht bei Salo kommen und sich vereinigen. Dieser warme Wind weht quer über den See und endet bei Brenzone. Er hat Windstärken von ca. 4 Bft.

Vent de la Val
Dieser Wind entsteht üblicherweise bei Campione und weht abends mit Windstärken zwischen 2 und 4 Bft. Er verursacht unter normalen Umständen wenig Wellen. Er kann aber auch während oder nach einem Gewitter entstehen und erreicht dann den See mit hohen Windstärken von bis zu 9 Bft. Er dauert dann nur 15 Minuten, kann aber sehr gefährlich sein und am Westufer sogar Bäume ausreißen.

Vent de Tep
Dieser Wind tritt nur sehr selten auf, ist aber sehr gefährlich. Er kann auftreten, wenn es im Sommer nach einer längeren Zeit ohne Abkühlung ein Wärmegewitter gibt. Wenn der Süden des Sees von dichten schwarzen Wolken bedeckt ist, ist höchste Vorsicht geboten. Es kann zu Blitzen, strömendem Regen und wechselnden Böen mit Windstärken bis zu 10 Bft kommen. Üblicherweise weht er von Südwest nach Nordost und hat eine große Reichweite.
Für Surfer und auch Schwimmer ist er wegen der Stärke und der wechselnden Windrichtungen sehr gefährlich.

Blick auf den Gardasee von LimoneAnder
Der Ander ist ein Südwind, der durch Gewitter bei Desenzano entstehen kann. Seine Reichweite geht von Desenzano bis nach Castelleto und Torri und er erreicht eine Stärke von maximal 5 Bft.

Montes
Der Montes ist ein sehr leichter Wind. Er hat eine Windstärke von lediglich 1 Bft. Er weht meist abends und nachts.

Peleri
Der Peleri ist ein schwacher Peler.

Pelerot
Der Pelerot ist ein Peler, der stärker ist als üblicherweise.

Orisina
Die Orsinia ist eine Ora die weniger stark weht als üblicherweise, bedingt durch die schwächere Sonneneinstrahlung bei bewölktem Himmel.

Burg in Arco am GardaseeAvrezér
Avrezér ist eine Wetterlage ohne Wind. Sie entsteht zum Beispiel beim Übergang vom Frühjahr zum Sommer oder vom Sommer zum Herbst. Durch bedeckten Himmel gibt es keine Thermik und dadurch keinen Nord- und Südwind. Diese Flaute kann 2-4 Tage lang anhalten.

Was man als Surfer am Gardasee noch wissen sollte:

Anzeichen für schlechtes Wetter
Wenn es im Sommer schon morgens einen leichten Südwind gibt, auch Schlechtwetter-Ora genannt, dann muss man tagsüber mit Regen rechnen. Als Folge davon kann der Bali oder ein starker Vento auftreten, die bei weniger werdender Sonneneinstrahlung immer stärker werden und bis zum nächsten Tag anhalten können.

Sorbe - Auftretende Wasserhosen
Der Sorbe ist ein sehr selten auftretendes aber äußerst gefährliches Phänomen. Er erinnert an eine Wasserhose, hat einen weißen Schaumring von bis zu 40 Metern und im Innern dieses Kreises befindet sich ein Wasserwirbel mit einem sehr gefährlichen Sog nach unten. Er entsteht üblicherweise nach 2-3 Tagen Bali und nur bei klarem Wetter.

Besonders beliebte Orte zum Surfen am Gardasee sind z.B. Torbole, Malcesine, Campione und Riva del Garda.

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Bilder Copyright: Fotolia
Fotografen von oben: Torsten Wenzler, MF-Media.de, Jürgen Zellmann, ?, michael luckett , privat, privat, privat, privat, Torsten Wenzler

 

 

 

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