Die Geschichte des Fremdenverkehrs am Wolfgangsee
Historie, Geschichte des
Wolfgangsees
 Das
erste schriftliche Zeugnis von Pilgern am Wolfgangsee stammt bereits
aus dem Jahre 1306. Die Wallfahrt nach St. Wolfgang ist damit
mindestens 700 Jahre alt. Den Höhepunkt erreicht dieser bedeutende
Wallfahrtsort um das Jahr 1450, als durch viele Wunder der Wolfgangsee
(damals hieß der Wolfgangsee noch Abersee) in ganz Mitteleuropa
bekannt war und die Pilger aus aller Herren Länder hierher kamen.
Einen schweren Rückschlag für den Ort war eine Verordnung von
Joseph II., der gegen die Wallfahrten war und verbot, dass Pilger über
Nacht ausbleiben durften. St. Wolfgang verarmte dadurch völlig.
Nach dem Jahre 1821 wurde das Salzkammergut wegen der Heilkraft des
Salzes bekannt und das Kurwesen entstand, zuerst in Bad Ischl.
Vor allem reiche Adelige besuchten zur Genesung die Region und dabei
wurde auch der Wolfgangsee als einmalig schönes Ausflugs- und
Erholungsgebiet entdeckt. Es entstanden Villen rund um den See,
Gasthäuser und Hotels konnten renoviert oder neu gebaut werden. Sogar
eine eigene Eisenbahn wurde ins Salzkammergut von Salzburg nach Bad
Ischl gebaut.
Mit dem Ende der Monarchie trat abermals ein Ende
in der Entwicklung ein. Im Jahre 1930 wurde die bekannte Operette „Im
Weissen Rössl am Wolfgangsee“ in Berlin uraufgeführt und damit
erlangte die Region weltweite Bekanntheit. Dieses heitere Stück wird
bis heute in vielen Ländern aufgeführt und wurde mehrmals verfilmt.
Ab den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde der Wolfgangsee
als Kulisse für zahlreiche Filme entdeckt. Es war die Zeit der
Sommerfrische. Die Menschen erholten sich oft mehrere Wochen von ihrer
Arbeit und der See bot dazu alle Möglichkeiten der Entspannung. Seit
damals hat sich der Wolfgangsee nicht nur in touristischer Hinsicht
weiterentwickelt.
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am Wolfgangsee, Salzkammergut, Österreich:
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