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Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele am Lago Maggiore und in der
Umgebung
Ferienhaus, Ferienwohnung, Hotel,
Unterkunft im Urlaub am Lago Maggiore
Neben
den sportlichen Möglichkeiten, die der
Lago Maggiore seinen Besuchern bietet, gibt es hier auch jede Menge
interessanter Sehenswürdigkeiten. So kann man einen Sport- oder Erholungsurlaub mit Kultur verbinden und
hat die Qual der Wahl zwischen zahlreichen schönen Kirchen, Burgen, Palästen, interessanten Museen, ein
paar wunderschönen Inseln und Natur-Highlights, wie zum Beispiel der Villa Taranto in Pallanza mit einem
der schönsten Botanischen Gärten Europas, oder auch so spektakulären Monumenten wie der 20 Meter hohen
begehbaren Statue des heiligen Carlo Borromeo, von wo aus man einen traumhaften Ausblick auf den See hat.
Am Westufer des Sees, zum Beispiel am Borromäischen Golf, stehen wunderschöne Paläste und Villen und ein
absolutes Highlight sind die
Borromäischen Inseln mit prachtvollen Gärten und Palästen.
Bei Stresa lädt der etwa 1500 Meter hohe Berg Mottarone dazu ein von oben den atemberaubenden Blick
weit über den Lago Maggiore und den Ortasee bis hin zum Monte Rossa zu genießen. Man kann entweder zu Fuß,
mit dem Auto oder mit dem Skilift hinauf gelangen. Auch ein hervorragender Aussichtsberg ist der 1062
Meter hohe Sasso del Ferro im Osten.
Buchen Sie Ihr Ferienhaus, Ferienwohnung, Hotel am Lago Maggiore:
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Absolut sehenswert ist das Kloster Santa Caterina del Sasso und der von der UNESCO zum Weltkulturerbe
erklärte Pilgerweg mit den Kapellen Sacro Monte di Ghiffa.
Auch eine wirkliche Besonderheit ist der Monte Veritá bei
Ascona, der einst einer bunt zusammen
gewürfelten Schar von Philosophen, Freidenkern und berühmten Künstlern, darunter Hermann Hesse und Paul
Klee, als Aussteigerberg diente.
Das Westufer des Lago Maggiore und seine Umgebung
(Von Norden nach Süden)
Locarno
Diese schöne Stadt im Norden des Lago Maggiore bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
Wahrzeichen von Locarno ist die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso. Sie thront 150 Meter über der Stadt und
kann entweder zu Fuß oder mit der Seilbahn erreicht werden. Von oben hat man einen atemberaubenden Blick
auf den Lago Maggiore und auf die umliegenden Berge. Im Jahre 1480 soll hier ein Mönch die Muttergottes
gesehen haben. Die Kirche beherbergt ein kostbares Altarbild von Bramantino, der als einer der
bedeutendsten Vertreter des lombardischen Cinquecento gilt. Das Altarbild stellt die Flucht von Ägypten
dar.
Im Zentrum von Locarno befindet sich die Piazza Grande, ein länglicher Kopfstein gepflasterter Platz, der
als der schönste Platz im Tessin bezeichnet wird. Er ist von Laubengängen gesäumt mit vielen Cafés und
Restaurants. Man kann hier gemütlich sitzen und dem lebhaften Treiben zusehen. Im Sommer gibt es
Open-Air-Konzerte und im August werden auf einer großen Leinwand die Filme des Filmfestivals gezeigt.
Nicht weit von der Piazza Grande entfernt befindet sich das Castello Visconteo mit einem wunderschönen
arkadengeschmückten Innenhof aus der Zeit der Renaissance. Es wurde im 16. Jahrhundert von einer Mailänder
Herrscherfamilie erbaut. Im Inneren ist das Museo Civico untergebracht. Ein Besuch dieses Museums lohnt
sich unbedingt, denn es zeigt eine sehr interessante Sammlung mit Glasobjekten aus der Römerzeit und mit
Funden aus der Bronzezeit.
In Locarno gibt es auch einige sehr schöne alte Patrizierhäuser, die Casa Rusca mit ihrem schönen
Arkadeninnenhof zum Beispiel ist sehr sehenswert. Sie beherbergt eine städtische Gemäldegalerie in der man
u. a. die Dadaismussammlung von Hans Arp bewundern kann.
Auch schöne Kirchen hat die Stadt aufzuweisen, wie die Kirche Sant’Antonia Abate, die schöne Altarbilder
von Orello beherbergt und die Kirche Santa Maria Assunta mit ihrer herrlichen Fassade und den Fresken im
Inneren.
Auch in der Umgebung von Locarno gibt es einiges zu sehen, in Muralto zum Beispiel befindet sich die
dreischiffige romanische Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert mit schönen Fresken und einer sehr
interessanten Hallenkrypta.
Ein Ausflug auf den Hausberg von Locarno, den Cardada-Cimetta bietet ein wunderbares Erlebnis, der
Besucher wird belohnt mit einem unvergleichlichen Blick auf den See und die Umgebung. Man kann entweder zu
Fuß hinauf gehen oder die Seilbahn benutzen. |
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Auch die Täler in der Umgebung von Locarno sind beliebte Ausflugsziele, insbesondere für Wanderer. Hier
trifft man auf idyllische kleine Dörfer mit alten Kirchen und hübschen Häusern.
Beliebte Täler in der Umgebung sind: Valle Maggia, Valle Onsernone,
Val Verzasca, Centovalli, Valle
Vigezzo und Valle Cannobino.
Mit der romantischen Centovalli-Bahn kann man von Locarno nach Domodossola fahren und unterwegs die
Centovalli (Hundert Täler) bewundern.
Das Valle Maggia
Das Maggia-Tal mit seinen Seitentälern ist nicht nur ein wunderbares Gebiet für Wanderer sondern es bietet
auch Kulturinteressierten einige Sehenswürdigkeiten. Hier gibt es wunderschöne alte Dörfer, in denen sich
in den letzten Jahren viele Künstler angesiedelt haben. Eine Besonderheit im oberen Valle Maggia ist Bosco
Gurrin, ein altes Walserdorf, in dem noch immer ein mittelalterliches Alemannisch gesprochen wird.
Im Hauptort des Tals, in Cevio, stehen einige schöne Herrenhäuser mit sehenswerten Fresken und zwei
hübsche Kirchen.
In Peccia gibt es eine bekannte Bildhauerschule in der der hiesige weiße Marmor verarbeitetet wird. Im
nahe gelegenen Dorf Mogno, steht eine sehr schöne grauweiß gestreifte Kirche San Giovanni Battista. Ihre
Streifen kommen von dem unterschiedlichen Baumaterial, dem weißen Marmor und dem grauen Granit aus der
Umgebung.
Centovalli
Auch das Centovalli ist einen Ausflug wert, denn die Aussichten hier sind märchenhaft schön. Man kann mit
dem Auto an der sonnigen Nordseite des Tals entlang fahren. Die Centovallibahn führt durch diese herrliche
Landschaft auf einer beeindruckenden Strecke mit hohen Brücken und Tunnels. Eine fantastische
Rundfahrt ist eine Zugfahrt mit der Centovallibahn von Locarno nach Domodossola, von da aus mit der
italienischen Staatsbahn nach Stresa und von Stresa mit dem Schiff über den Lago Maggiore zurück nach
Locarno.
Val Verzasca
Das Val Verzasca ist ein wunderschönes Gebirgstal mit idyllischen alten Dörfern, wilden Schluchten und
zahlreichen Wasserfällen. Da es immer schwer erreichbar war, konnte es sich seine Ursprünglichkeit
bewahren. Es war schon sehr früh besiedelt, man kann heute noch Zeugnisse dieser frühen Besiedelung
finden, wie zum Beispiel den Hexenstein, den „Sass di Striöi“ in Berzona, der wahrscheinlich 600 –700 vor
Chr. bearbeitet wurde. Im Val Verzasca findet man 90 solcher bearbeiteten Steine.
Durch das Tal fließt der herrliche Gebirgsfluss Verzasca, der mit seiner smaragdgrünen Farbe als einer der
schönsten Flüsse Europas gilt. Da er sehr klar ist, ist er bei Tauchern außerordentlich beliebt.
Der Stausee im Val Verzasca hat eine imposante Staumauer, die 380 Meter lang und 220 Meter hoch ist. Sie
ist Ausgangspunkt für besonders mutige Sportler, hier kann man sich im Bungee-Jumping versuchen und es
sind die weltweit höchsten Pendelschwünge möglich.
Das Dorf Corippo ist ein wunderschönes altes Dorf, das steil an den Hang gebaut wurde. Es steht unter
Denkmalschutz
Außerdem interessant ist die Steinbogenbrücke Ponte dei Saltri, die aus dem Mittelalter stammt und über
den Verzasca führt.
Ein Kulturwanderweg, der Sentierone, führt am Fluss entlang und bietet entlang des Wegs viele
Kunstobjekte.
Eine besonders sehenswerte Kirche steht in Brione. Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta hat herrliche alte
Fresken aus dem 14. Jahrhundert, sie stammen von einem Schüler Giottos.
Wer etwas über die Geschichte des Tals erfahren will, kann das Museo di Val Verzasca in Sonogno besuchen.
Es befindet sich in einem hübschen alten Bauernhaus.
Valle Vigezzo
Dieses schöne Hochtal ist von bewaldeten Bergketten umschlossen und bietet neben herrlichen Wanderrouten
auch einige Sehenswürdigkeiten.
Sehr interessant ist der Wallfahrtsort Re mit der imposanten Kirche „Santuario della Madonna di Re“. Hier
passierte im Jahre 1494 ein Wunder. Ein Marienbild wurde von einem Steinwurf getroffen und sofort ergoss
sich Blut über das Bild der Madonna. Während dies passierte, eilten kranke Menschen herbei, die auf der
Stelle geheilt wurden. Daraufhin wurde zuerst eine kleine Wallfahrtskirche erbaut und im Jahre 1894 dann
die mächtige, beeindruckende Kirche im Stil des Historismus.
Wer etwas über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Jungen erfahren will, die im 19. Jahrhundert als
Kaminfeger nach Mailand verkauft wurden, kann das Museo della Spazzacamino in San Maria Maggiore besuchen.
Ascona
Dieses einstige Fischerdorf wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sehr bekannt durch die
vielen Künstler und Intellektuellen, die sich am Monte Verità versammelten.
Heute ist aus dem Fischerdorf Ascona eine ansehnliche Stadt mit etwa 5000 Einwohnern geworden.
Es hat einen historischen Kern mit einer ausgedehnten Fußgängerzone mit vielen Galerien, Museen und
Einkaufsmöglichkeiten. An einer märchenhaft schönen Seepromenade kann man flanieren und abends die
romantische Stimmung genießen. Sie gilt als die schönste Promenade am ganzen See. Hier gibt es viele
Gebäude aus der Zeit der Renaissance und dem Mittelalter.
Die Kirche S. Pietro e Paolo stammt aus dem 16. Jahrhundert und hat einen hohen Campanile, der das
Wahrzeichen Asconas ist. Sie beherbergt verschiedene Gemälde und ein Altarbild des bekannten Malers
Giovanni Serodine. Das Wohnhaus seiner Familie mit einer imposanten Barockfassade steht direkt gegenüber
der Kirche.
Einen Besuch wert ist das Museo Communale d’Arte Moderna, das sich im Palazzo Pancaldi an der Via Borgo
befindet. Hier kann man eine sehr interessante Sammlung mit Kunstwerken aus der klassischen Moderne
besichtigen.
Außerdem gibt es auch viele kulturelle Veranstaltungen, die jedes Jahr zahlreiche Gäste anziehen. Es gibt
diverse Musikfestwochen und ein New Orleans Jazz Festival. Außerdem gibt es wöchentlich einen wunderbaren
Markt mit kunsthandwerklichen Objekten.
Der berühmte Monte Verità oberhalb von Ascona hatte seine Hochzeit um die Jahrhundertwende, als eine
Gruppe von Naturliebhabern und Sinnsuchenden sich auf diesem herrlichen Hügel niederließ. Die Pianistin
Ida Hofmann und der Industrielle Henri Oedenkoven kauften im Jahre 1900 den damals noch Monescia genannten
Berg und tauften ihn um in Monte Verità (Berg der Wahrheit). Hier versammelten sie eine illustre Gruppe
von Aussteigern, Künstlern, Philosophen und Visionären um sich. Weltbekannte Persönlichkeiten wie Hermann
Hesse, Erich Maria Remarque, Paul Klee, Elke Lasker-Schüler, Erich Mühsam, Max Frisch und C.G. Jung
gehörten zu der Gruppe. Die Geschichte des Hügels ist dokumentiert in der Casa Anatta und im Holzhaus
Chiaro Monodei Beati wird die erdachte Welt der Bewohner des Monte Verità in einem großen Bild von Elisar
von Kupffer gezeigt. Das Hotel Monte Verità ist ein schönes, 1928 von Emil Fahrenkamp im Bauhausstil
errichtetes Gebäude.
Ronco sopra Ascona
Diese hübsche kleine Ortschaft, zwischen Ascona und Brissago gelegen, bietet dem Besucher den wohl
schönsten Blick über den See. Sie befindet sich auf einer Felsterrasse und von hier aus kann man auf die
vorgelagerten Inseln und das Schwemmland der Maggia mit Ascona sehen. Der Ortskern hat viele interessante
Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und enge Gassen mit vielen Treppen. In der Kirche S. Martino befinden sich
im Chor einige schöne Fresken aus der Zeit der Spätgotik. Sie wurden von Antonio de Tradate erschaffen.
Das ebenfalls sehr sehenswerte Altarbild mit dem Heiligen Martin wurde von Antonio Ciseri gemalt. Im
Geburtshaus des Künstlers gegenüber der Kirche gibt es einige seiner Gemälde und Erinnerungsstücke zu
besichtigen.
In der Barockkapelle Madonna delle Grazie, die sich ganz in der Nähe der Kirche befindet, gibt es sehr
beeindruckende Fresken von Giuseppe Antonio Felice Orelli zu bewundern.
Der Ort entwickelte sich in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Künstlerdorf. Hier wohnten unter
anderem der weltberühmte Schriftsteller Erich Maria Remarque („Im Westen nichts Neues“) und der Maler und
Schriftsteller Richard Seewald.
Über Ronco ragt der 1293 Meter hohe Berg Corona dei Pinci auf. Ihn zu besteigen lohnt sich wegen des
faszinierenden Blickes, den man auf den See und die umliegenden Berge hat.
Brissago
In diesem hübschen Ferienort gibt es verschiedene Attraktionen. Taucher kommen hierher wegen der
Steilwände, die als fantastischer Tauchplatz gelten, aber auch Kulturinteressierte kommen in
Brissago auf
ihre Kosten. Es gibt hier viele schöne Palazzi und die Renaissancekirche Madonna del Ponte gilt als eines
der wichtigsten sakralen Bauwerke der lombardischen Architektur. Sie hat eine achteckige Kuppel mit
Säulengalerie, die von Giovanni Beretta geschaffen wurde.
Im Zentrum des Ortes stehen einige schöne Palazzi, darunter der herrliche Palazzo Baccalà.
Die Brissago-Inseln
Vor Brissago befinden sich zwei Inseln, die wahrscheinlich schon in der Römerzeit bewohnt waren.
Auf der größeren der beiden Inseln, der Isola Grande, befindet sich ein wunderbarer Botanischer Garten. Er
ist etwa 3,3 Hektar groß und wurde im Jahre 1885 angelegt. Hier kann man eine einzigartige Sammlung von
subtropischen Pflanzen bewundern. In einer schönen Villa befindet sich ein Kunstmuseum mit interessanten
Ausstellungen.
Auf der kleineren der beiden Inseln stehen nur noch einige Mauerreste einer Kirche, die im 12. Jahrhundert
erbaut wurde.
Val Cannobina
Das Val Cannobina ist ein sehr reizvolles Tal, durch das der Fluss Cannobino in einer wilden Schlucht
rauscht. Von hier aus hat man an verschiedenen Stellen ganz fantastische Ausblicke auf die herrliche
Umgebung mit dem See, dem Tal, den Bergen und dem Fluss. Es gibt viele alte Kirchen und abgeschiedene
kleine Dörfer, die zu besichtigen sich lohnt. So zum Beispiel das sehr ursprüngliche kleine Dorf Falmenta
mit hübschen Häusern und traditioneller Struktur.
Das Dorf Gurro, das sich auf etwa 800 Metern befindet, soll schottischen Ursprungs sein. Angeblich haben
sich hier im 16. Jahrhundert schottische Söldner niedergelassen, weil sie die Landschaft im Val Cannobina
an ihre Heimat erinnerte.
Sehr sehenswert ist die Kirche Chiesa della Madonna del Sasso in Orasso. Sie ist eine der ältesten
romanischen Kirchen der Region.
Cannobio
Diese beliebte Stadt war bereits im Mittelalter sehr wohlhabend. Sie hat einen schönen historischen
Stadtkern mit einem frühgotischen Rathaus aus dem 13. Jahrhundert. Direkt daneben steht die Pfarrkirche
San Vittore, die einen beeindruckenden romanischen Turm hat.
Am Ufer des Sees gibt es eine sehr attraktive Promenade mit schönen Patrizierhäusern aus dem 16. und 17.
Jahrhundert. Hier steht auch die imposante Wallfahrtskirche Santa Pietà aus dem 16. Jahrhundert. Sie
beherbergt eine spätgotische Pietà, die im Jahre 1522 blutige Tränen geweint haben soll. Außerdem sehr
sehenswert im Inneren ist das berühmte Gemälde „Der Gang nach Golgatha“ des Künstlers Gaudenzio Ferrari.
Sonntags gibt es an der Uferpromenade von
Cannobio einen bunten und lebhaften Markt, den zu besuchen sich lohnt.
Cannero Riviera
Dank seines milden Klimas hat der Ort den Beinamen Riviera erhalten. Hier gedeihen Zitronen und Orangen
und sogar Bananen.
Die Altstadt mit ihren schmalen Gassen und den hübschen Laubengängen ist sehr sehenswert.
Im März gibt es in Cannero Riviera eine große Kamelienshow, die zahlreiche Blumenfreunde anzieht.
Besonders schön ist auch die Umgebung von Cannero Riviera, vom 1116 Meter hohen Hausberg Monte Carza aus
hat man einen fantastischen Blick auf den See und die Umgebung. Hier gibt es auch wunderschöne alte
Bergdörfer und eine herrliche Natur.
Die Castelli di Cannero
Vor Cannero Riviera sind drei kleine Inselchen vorgelagert, die Castelli di Cannero.
Von diesen Inseln aus unternahmen die Mitglieder der Familie Mazzarditi zwischen dem 12. und dem 14.
Jahrhundert Raubzüge in die ganze Region.
Sie wurden im 15. Jahrhundert überwältigt und die Burg, die früher hier stand, wurde vollständig zerstört.
Im 16. Jahrhundert ließ Lodovico Borromeo die Burg La Vitaliano bauen.
Noch heute sind die Ruinen auf den Inseln eine beliebte Touristenattraktion.
Man kann sie vom Ufer aus bestaunen, es gibt auch viele schöne Aufnahmen aus der Luft.
Die Burg von Cannero ist besonders beeindruckend, sie wirkt, als hätte man sie direkt auf das Wasser
gebaut.
Man kann mit dem Boot von Cannero Riviera zu den Inselchen hinüber fahren.
Trarego Viggiona
Nicht weit entfernt von Cannero Riviera in den Bergen befindet sich die Gemeinde Trarego Viggiona, ein
Zusammenschluss der drei alten Bergdörfer Trarego, Viggiona und Cheglio.
Von hier aus hat man einzigartige Ausblicke auf den See und die Umgebung.
Viggiona befindet sich am Fuße des Monte Carza und hat eine sehr sehenswerte romanische Kirche aus dem 14.
Jahrhundert.
In dem hübschen Dorf Chaglio, das mit seinen schmalen Gässchen und den hübschen alten Häusern jeden
Besucher bezaubert, befindet sich das Oratorium San Rocco. Es ist dem Patron der Pestkranken gewidmet. Im
Inneren findet man ein Polyptychon aus dem 16. Jahrhundert.
In Trarego steht eine interessante Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert mit einem schönen Marmoraltar,
Holzstatuen und einem Taufbecken aus rosafarbenem Marmor.
Oggebbio
Zwischen Cannero Riviera und Ghiffa liegt Oggebio, ein Zusammenschluss von 15 kleinen Dörfern. Die Dörfer
liegen verstreut am Ufer und die Berge hinauf. Die darüber liegenden Almen liegen teilweise bis auf 1000
Metern Höhe. Nicht weit von der Uferstraße entfernt steht die Pfarrkirche S. Peter, die den höchsten
Glockenturm des gesamten Verbano hat. Er ist 42 Meter hoch.
In Novaglio steht die romanische Kirche Sant Agata. Sie stammt noch aus dem 12. Jahrhundert und wurde
aufwändig renoviert. Auch sehr sehenswert ist die Kapelle Della Natività di Maria di Cadessino aus dem 15.
Jahrhundert. Sie beherbergt einen wunderschönen Freskenzyklus.
Da das milde Klima schon immer die Reichen in diese Gegend angezogen hat, gibt es in Ufernähe viele schöne
und prächtige Villen, wie zum Beispiel die Villa Anelli, die einen traumhaft schönen Kameliengarten hat
und die Villa del Pascià, in der Giuseppe Verdi zu seiner Oper Aida angeregt worden sein soll.
Ghiffa
Der elegante Ort Ghiffa ist geprägt von vielen schönen Villen aus dem 19. Jahrhundert. Sehr sehenswert ist
die Villa des russischen Fürsten Pietro Troubetzkoy.
Früher war hier die Hutmacherkunst angesiedelt und die Hutmacher von Ghiffa waren auf der ganzen Welt
bekannt. In der ehemaligen Hutmacherfabrik befindet sich das Museum der Hutmacherkunst, in dem man einiges
über dieses alte Handwerk erfahren kann.
Ein wenig oberhalb von Ghiffa befindet sich die interessante Wallfahrtskirche der heiligen Dreifaltigkeit.
Auf dem nahe gelegenen Monte Sacra befinden sich drei schöne Kapellen und ein interessanter Kreuzweg aus
dem 17. Jahrhundert.
Verbania
Die Orte Pallanza, Intra und Suna sowie Fontotoce wurden 1939 zu
Verbania zusammengeschlossen. Damit wurde
Verbania zur größten Stadt am Lago Maggiore und hat etwa 35000 Einwohner. Der Name stammt von dem
ursprünglichen Namen des Lago Maggiores der Lacus Verbanus lautete.
In der Region von Verbania befindet sich das Naturschutzgebiet Fondo Toce, das die Feuchtgebiete im
Mündungsgebiet des Toce schützt und die reiche Fauna und Flora erhält.
Sehr sehenswert ist die Villa Tarranto mit ihrem ausgedehnten Park, der die Orte Intra und Pallanza
miteinander verbindet. Dieser Park wurde 1931 von einem reichen Schotten angelegt. Er ist 20 Hektar groß
und im englischen Stil angelegt. Das Ziel des Schotten war es, Vielfalt und Schönheit zusammen zu bringen
und in diesem botanischen Garten zu vereinigen. Es gibt hier seltene Bäume und eine traumhafte
Blumenvielfalt. Mehr als 20.000 Pflanzenarten wurden hier zusammengetragen, darunter mehr als 500
Rhododendron- und mehr als 300 Dahlienarten. Außerdem gibt es auch viele exotische Gewächse, zum Beispiel
aus dem Amazonasgebiet. Der Garten ist herrlich geschmückt mit Wasserbecken, Springbrunnen und
Wasserkaskaden.
Der Ort Intra, der auch zu Verbania gehört, hat viele schöne Barockbauten und einen beeindruckenden Dom.
Die Stadt hat hübsche enge Gässchen und samstags einen Markt, der viele Besucher aus der Umgebung anzieht.
Pallanza befindet an der in den See ragenden Halbinsel Castagnola und ist aufgrund des besonders milden
Klimas sehr beliebt. Sehenswert ist die Kirche Madonna di Campagna, die etwas außerhalb des Ortes steht.
Sie beherbergt im Inneren sehr schöne Fresken aus der Zeit der Renaissance. Auch interessant ist der
Palazzo Dugnani aus dem 17. Jahrhundert. Er beherbergt ein Museum mit Werken des berühmten Bildhauers
Paolo Troubetzkoy.
Lago di Mergozzo
Dieser kleine See war früher mit dem Lago Maggiore verbunden. Das Schwemmland des Toce häufte sich im
Laufe der Zeit auf, so dass er vom Lago Maggiore abgetrennt wurde. Er ist durch die geringere Größe
deutlich wärmer und daher beliebt bei Badegästen. An seinem Ufer befindet sich Mergozzo, ein Ort mit gut
erhaltener mittelalterlicher Struktur. Hier gibt es hübsche kleine Gässchen und schöne alte Kirchen. Man
kommt sich vor wie in längst vergangenen Zeiten. Eine märchenhaft schöne Seepromenade rundet das Bild
dieses attraktiven Ortes ab.
Vom nahe gelegenen, 794 Meter hohen Mont’Orfano aus, hat man einen spektakulären Blick auf die beiden Seen
und das Mündungsgebiet des Toce.
Die Borromäischen Inseln (Isole Borromee)
Im Borromäischen Golf des Lago Maggiore zwischen Verbania und Stresa befinden sich die vier Borromäischen
Inseln, Isola Bella, Isola Madre, Isola dei Pescatori und die Isola San Giovanni. Letztere kann leider
nicht besichtigt werden, da sie sich in Privatbesitz befindet.
Besonders interessant ist die Insel Isola Bella, die nach der Frau des Grafen Borromeo genannt wurde. Der
Graf errichtete hier ein Schloss und eine wunderschöne Gartenanlage.
Heute sind die Inseln beliebte Touristenziele, die Gärten und Schlösser der Isola Madre und Isola Bella
sind von Ende März bis Ende Oktober geöffnet.
Die Isola Bella
Diese ursprünglich felsige Insel erhielt unter Carlo Borromeo die Form eines Schiffes und galt schon im
18. Jahrhundert als ein Weltwunder. Im Westen ragt die Insel wie ein Bug in den See und das Schloss, das
sich an dieser Stelle befindet, wirkt aus der Ferne wie ein Schiffsaufbau. Am anderen Ende der Insel sind
die Gartenterrassen, die wie das Heck des Schiffes wirken. Das Schloss, der Palazzo Borromeo, wurde im 17.
Jahrhundert von den bekannten Architekten Francesco Castelli, Filippo Cagnola und Carlo Fontana erbaut. Es
ist im Stil des lombardischen Frühbarock gebaut und hat prächtig ausgestattete Säle, wie zum Beispiel den
Napoleon- oder den Gobelin-Saal.
Unten im Palast sind besondere Gewölberäume, die reich mit Muscheln verziert sind und natürlich gestaltete
Grotten darstellen.
Vor dem Palast ist ein herrlicher ausgedehnter Garten mit einem englischen Landschaftsgarten und einem
typisch italienischen frühbarocken Garten. Darüber befindet sich ein reich mit kleinen Statuen
geschmückter Gartenbereich auf einer Art Terrasse. Hier gibt es wunderschöne und prächtige Blütenpflanzen
mit Malven, Oleander und Lilien.
Ein Einhorn, Symbol der Familie Borromeo, steht über dem Garten und ist von verschiedenen Seiten der Insel
gut zu sehen.
Die Isola Madre
Diese größte unter den Borromäischen Inseln hat einen imposanten Palast aus dem 16./17. Jahrhundert. Er
beherbergt heute ein Museum. Im Inneren kann man die herrlich ausgestatteten Räume bewundern und es gibt
umfangreiche Sammlungen von Puppen, Gemälden und Keramiken. Direkt vor dem Palast steht eine riesige alte
Himalaya-Zeder, die mehrere Jahrhunderte alt ist. Außerdem gibt es botanische Gärten mit blühenden
Pflanzen, die besonders im Frühjahr, wenn der Rhododendron und die Azaleen blühen, jeden Besucher
verzaubern. Dazwischen stolzieren zahme Pfauen und Fasane umher. Diese weitläufige Gartenanlage bietet
trotz der vielen Besucher in den Sommermonaten immer ein ruhiges und beschauliche Plätzchen wo man die
gestaltete Natur auf sich wirken lassen kann.
Die Isola dei Pescatori
Früher war der Fischfang Lebensgrundlage der Bewohne, daher wurde diese Insel Fischerinsel genannt.
Über fast die gesamte Länge dieser schmalen autofreien Insel zieht sich der Hauptort der Insel, der viele
schöne Gassen mit Treppen und malerischen Durchgängen hat. Die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel für
Touristen, da sie neben dem hübschen Dorf auch wunderschöne Ausblicke über den Borromäischen Golf bietet.
Die Kirche San Vittore wurde bereits im 11. Jahrhundert gebaut, aber in den darauf folgenden Jahrhunderten
immer wieder umgebaut. Sie hat eine barocke Ausstattung im Innern. Zwei Gemälde der Gebrüder Bianchi sind
besonders sehenswert.
Baveno
Diese kleine Stadt wurde bereits im Mittelalter unter dem Namen Bavenum erwähnt. Aufgrund ihrer herrlichen
Lage zwischen Hügeln und dem See eingebettet, ist sie schon im 19. Jahrhundert ein beliebter Ferienort
gewesen. Hier haben unter anderen Lord Byron, Königin Viktoria und Richard Wagner schöne sonnige Tage
genossen. In der Villa Fedora hat einst der bekannte Komponist Umberto Giordano gelebt und soll hier seine
Oper „Andrea“ geschrieben haben. Die Villa, die einen schönen großen Park hat, ist öffentlich zugänglich.
In der Umgebung von Baveno gibt es Steinbrüche, in denen man einen sehr schönen rosafarbenen Granit
abbaut, der unter anderem bei dem Bau der Basilika San Paolo in Rom benutzt wurde.
Die Pfarrkirche SS Gervasio e Protasio stammt eigentlich aus dem 11. Jahrhundert, wurde aber im 18.
Jahrhundert umgestaltet. Direkt daneben steht ein achteckiges Baptisterium aus dem 11. Jahrhundert.
Stresa
Stresa war dank seiner malerischen und außerdem verkehrsgünstigen Lage bereits im 18. Jahrhundert ein
beliebter Ferienort. Es befindet sich am Südufer des Borromäischen Golfs und man hat von hier aus einen
sagenhaft schönen Blick über den See bis hin zum Monte Tamaro. Der Blick, die Lage und das besondere
südliche Flair zogen schon früh Berühmtheiten aus Politik und Kunst an. Hier waren schon Stendhal, Charles
Dickens, Lord Byron oder Ernest Hemingway zu Gast. Einige Kapitel von Hemingways Roman „In einem anderen
Land“ spielen in Stresa.
Dank der prominenten Besucher gibt es auch viele schöne Hotels, teils luxuriöse Jugendstilbauten.
Besonders schön ist das Grand Hôtel des Iles Borromées aus dem Jahre 1862. Vor dem Hotel gibt es eine
wunderschöne Uferpromenade, auf der man herrlich flanieren kann.
Es gibt viele schöne Villen mit großen Parks, aber die meisten davon befinden sich im Privatbesitz und
sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Eine Villa, die man besichtigen kann, ist die Villa Ducale.
Sie hat einen wunderschönen Park in dem eine beeindruckende alte Zeder steht, eine Libanon-Zeder aus dem
Jahre 1860. In der Villa ist ein kleines Museum zu Ehren des Philosophen Antonio Rosmini untergebracht.
Auch sehr sehenswert ist die Villa Pallavicino. Sie befindet sich etwas außerhalb von Stresa und hat einen
beeindruckenden, sehr großen Park. Er ist als englischer Garten angelegt mit zahlreichen schönen Pflanzen
und hübschen kleinen Plätzchen. Außerdem gibt es im Park einen Zoologischen Garten, der vor allem bei
Kindern sehr beliebt ist.
Auch das Hinterland von Stresa ist einen bzw. mehrere Ausflüge wert. Der 1491 Meter hohe Mottarone bietet
eine atemberaubend schöne Aussicht auf den See und auf die Umgebung bis hin zu den Alpengipfeln des Wallis
und des Tessin. Man kann mit dem Auto oder aber mit der Seilbahn von Stresa aus hinauf fahren.
Auf dem Weg zum Mottarone sollte man in dem kleinen Ort Gignese Halt machen und das Schirmmuseum besuchen,
wo man einiges über Regen- und Sonnenschirme und deren Herstellung erfahren kann. Nicht weit entfernt gibt
es ein weiteres Highlight, den Giardino Alpino ein botanischer Garten mit zahlreichen alpinen Pflanzen.
Auch hier hat man eine märchenhaft schöne Aussicht.
Belgirate
In diesem kleinen Dorf gibt es einige schöne Villen zu besichtigen, wie die Villa Bono Cairoli oder die
Villa Carlotta, die heute ein luxuriöses Hotel ist und einen schönen Park hat.
Im Ort gibt es auch einige sehenswerte Patrizierhäuser und eine gotische Kirche aus dem 16. Jahrhundert
mit schönen Fresken. Die Kirche hat einen interessanten romanischen Campanile.
Meina
In dem kleinen Ort Meina gibt es zahlreiche prächtige Villen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die teilweise
Palästen gleichen, sowie eine hübsche Kirche S. Maria Assunta. Sie steht im Ortsteil Ghevio und hat einen
30 Meter hohen romanischen Turm. Er hat sieben Stockwerke und stammt aus dem 11. Jahrhundert.
Lesa
Lesa hat einen sehr ursprünglichen alten Kern, in dem man wunderbar spazieren gehen und die italienische
Atmosphäre genießen kann. Im Ortsteil Solcio steht die sehenswerte Kirche San Rocco aus dem Jahre 1830.
Sie hat eine schöne große Kuppel. Außerdem sollte man die Villa Cavallini mit ihrem Park besuchen. In dem
Park befindet sich ein im 18. Jahrhundert angelegter terrassenförmiger Landschaftsgarten, der später noch
einmal in einen englischen Garten umgestaltet worden ist.
Arona
Arona ist eine Stadt, deren Ursprünge weit zurückreichen, im Stadtmuseum gibt es Ausstellungsstücke zu
besichtigen die noch aus der Zeit der Golasecca-Kultur im 12. Jahrhundert vor Chr. stammen.
Die Burg von Arona wurde früher von den Erzbischöfen von Mailand bewohnt. Später war sie in den Händen der
Mailänder Adelsfamilie Borromeo. Carl Borromeo, der hier gelebt hatte, wurde im Jahre 1610 heilig
gesprochen und wird bis heute in der katholischen Kirche sehr verehrt. Es gibt mehrere Kirchen in Rom, die
ihm geweiht sind.
Außerhalb von Arona, etwa zwei Kilometer Richtung Norden, steht auf einem Hügel die kolossale Statue San
Carlo Borromeo, die von den Einheimischen auch liebevoll Carlone genannt wird. Sie ist sagenhafte 35 Meter
hoch und stellt den Heiligen dar. Sie wurde im Jahre 1697 errichtet. Man kann in ihrem Inneren über eine
steile Treppe bis hinauf in den Kopf steigen und aus Ausblicken an Nase, Augen und Mund den herrlichen
Blick auf die Umgebung bewundern.
In Arona gibt es noch weitere sehenswerte Bauwerke. Das Rathaus im Zentrum ist ein schöner Bau mit Arkaden
aus der Spätgotik. Die Kirche SS Graziano e Felino hat eine schöne barocke Fassade und ein
klassizistisches Inneres. In der spätgotischen Kirche Navita di Maria Vergine gibt es berühmte Gemälde und
schöne Fresken aus dem 15. Jahrhundert.
Divignano
Etwa sieben Kilometer südlich des Lago Maggiore liegt sanft eingebettet zwischen Hügeln das Dorf Divignano.
Ein schöner Safaripark in der Nähe ist ein wunderbares Ausflugsziel, insbesondere für Familien mit
Kindern. Der Safari-Park Pombia bietet zahlreiche Attraktionen wie Tiger, Löwen oder Nashörner und kann
entweder mit dem eigenen Auto oder aber mit einem Zug des Parks durchfahren werden. Außerdem gibt es hier
auch ein Reptilienhaus, einen „Jurassic Parc“ mit Dinosaurierskeletten und einen Vergnügungspark.
Das Ostufer des Lago Maggiore und seine Umgebung
(Von Norden nach Süden)
Gambarogno
Ein Teil des Nordostufers des Lago Maggiore und zwar die 10 Kilometer von der italienischen Grenze bis zum
Ort Magadino wird Gambarogno genannt. Diese Region erhielt ihren Namen von dem 1739 Meter hohen Monte
Gambarogno.
Hier gibt es viele schöne Wanderwege und idyllische Berg- und Seedörfer. Historisches Zentrum des
Gambarogno ist das Dorf Vira. Hier fand man Reste römischer Siedlungen. Die Kirche San Pietro ist sehr
sehenswert, sie beherbergt einen Taufstein aus der Zeit der Renaissance.
Von Vira aus kann man auch schöne Ausflüge in das bergige Hinterland machen, von wo aus man sagenhafte
Ausblicke auf den Lago Maggiore hat.
Auch ein beliebtes Ausflugsziel ist der Botanische Garten Parco Botanico del Gambarogno, zwischen
Piazzogna und Vairano, der eine riesige Anzahl von Pflanzenarten zeigt, darunter so herrlich blühende wie
Kamelien, Azaleen und Magnolien. Hier findet alljährlich im Frühjahr eine Kamelienausstellung statt.
Größter Ort im Gambarogno ist Magadino. Hier gibt es viele imposante Gebäude und eine schöne Kirche San
Carlo mit Gemälden von Bernardino Luini. In der Kirche findet alljährlich im Juli ein international
berühmtes Orgel-Festival statt, an dem zahlreiche bekannte Musiker teilnehmen.
Maccagno
Maccagno hat einen oberen und einen unteren Ortsteil, beide durch den Giona-Fluss voneinander getrennt. Im
oberen Teil gibt es eine Barockkirche San Materno mit einer sehr schönen Fassade. Nicht weit davon
entfernt steht ein Haus, dessen Portal mit einer sehenswerten Plastik geschmückt ist. Im unteren Teil von
Maccagno gibt es einen hübschen alten Hafen, der von einem großen Turm überragt wird.
Ein schönes Ausflugsziel von dem Ort aus ist das Veddasca-Tal mit ausgedehnten Kastanienwäldern und
malerischen alten Dörfern wie zum Beispiel Campagnio, Garabiolo oder Armio. Von hier aus gibt es auch gute
Aufstiegsmöglichkeiten auf den Monte Gambarogne, wo man mit herrlichen Ausblicken belohnt wird.
Ein wunderschönes Ausflugsziel ist auch der Stausee Lago d’Eglio hoch über dem Lago Maggiore mit
herrlichem Panoramablick. Hier gibt es Picknickplätze, ein Restaurant und eine Käserei. Ideal für Ausflüge
mit der ganzen Familie.
Luino
Luino war früher ein römischer Militärstützpunkt unter dem Namen Luvinum. Aufgrund der zentralen Lage und
guten Verkehrsanbindung war der Ort seit jeher umkämpft.
Heute ist Luino die größte Stadt am Ostufer des Lago Maggiore und die lange Handelstradition der Stadt
setzt sich in dem einzigartigen Wochenmarkt fort. Wer in dieser Region Urlaub macht, sollte den bunten und
lebhaften Markt am Mittwoch nicht verpassen, er zieht allwöchentlich zahlreiche Besucher an. Die Gäste
strömen aus allen Richtungen nach Luino und kommen auch per Schiff aus den verschiedenen Orten am Lago
Maggiore.
In Luino gibt es aber noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Kirche Madonna del
Carmine, die schöne alte Fresken aus dem 16. Jahrhundert hat.
Auch sehr schön ist die Kirche San Giuseppe mit einer Vorhalle, die bis in die Straße hineinreicht und
einen von Säulen getragenen Baldachin hat. Hinter der Kirche gibt es einige interessante alte Häuser und
eine weitere Kirche, die Pfarrkirche San Pietro e Paolo.
Wenn man von Luino in Richtung Lugano fährt kommt man an einer eher unscheinbar wirkenden Kirche vorbei.
Diese Kirche San Pietro hat einen Campanile aus dem 11. Jahrhundert und im Inneren ein Fresko von dem
berühmten Sohn der Stadt, Bernardino Luini aus dem 15. Jahrhundert.
Schönes Ausflugsziel von Luino aus ist der 1620 Meter hohe Berg Monte Lema, der einen atemberaubenden
Blick auf den Lago Maggiore, auf die Schweizer Hochalpen und auf den Luganer See im Osten bietet.
Brezzo di Bedero
In idyllischer Landschaft am Ostufer des Sees gelegen ist dieser Ort alljährlich Anziehungspunkt für
zahlreiche Besucher, denn hier findet ein beliebtes Musik-Festival statt, das „Stagione Musicale della
Canonica“.
Sehr sehenswert ist die romanische Collegiata von S. Vittore die im Jahre 1137 auf den Fundamenten einer
Kirche gebaut wurde. Sie beherbergt schöne Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie eine Orgel aus
dem 17. Jahrhundert.
Porto Valtravaglia
Dieser kleine Ort gilt mit seiner herrlichen Uferpromenade und dem hübschen Hafen als einer der schönsten
Orte am Ostufer des Sees. Auch das Hinterland mit zahlreichen malerischen Dörfern und alten Kirchen bietet
schöne Ausflugsmöglichkeiten.
In der Nähe gibt es einen interessanten Küstenabschnitt, die Rocca di Caldé, wo man schöne Kalkfelsen und
die Reste einer Burgruine besichtigen kann.
Im Hinterland befinden sich auch einige sehenswerte Orte wie zum Beispiel Bedero mit der romanischen
Kirche San Vittore aus dem 12. Jahrhundert, die Fresken aus dem 16. Jahrhundert beherbergt.
Valcuvia
Das Tal Valcuvia ist ein weites Tal, umgeben von hohen Bergen, durch das der Fluss Bosio fließt und bei
Laveno in den Lago Maggiore mündet. Im Valcuvia-Tal gibt es neben einer schönen Landschaft viele alte
Dörfer, die teilweise bereits im 8. Jahrhundert erwähnt wurden. Funde zeugen von einer Besiedelung des
Tals schon in prähistorischer Zeit.
Im Dorf Arcumeggia gibt es ein ganz besonderes kulturelles Highlight. Es ist eine einzige große
Freskengalerie unter freiem Himmel. In den 50er Jahren beschlossen Künstler, diesen kleinen Ort zu einem
Reich der Fresken zu gestalten und bemalten die Fassaden der Häuser in den verschiedensten Stilen. Eine
Gruppe von sehr bekannten Künstlern kam zu diesem Zweck nach Arcumeggia.
Ein wunderschönes Barockschloss, die Villa Bozzolo, befindet sich in Casalzuigno. Es wurde im 16.
Jahrhundert erbaut und später im 18. Jahrhundert neu gestaltet. Es ist restauriert und öffentlich
zugänglich.
Santa Caterina del Sasso
Der spektakuläre Klosterkomplex Santa Caterina del Sasso gilt als Wahrzeichen für den ganzen Lago
Maggiore. Er wurde in einen senkrecht aufragenden Felsen hinein gebaut und gilt in seiner Schönheit als
einzigartig. Er befindet sich in der Nähe von Reno und kann auch mit dem Schiff von Stresa aus erreicht
werden.
Der Legende nach soll hier im 12. Jahrhundert ein Schiffbrüchiger, der gerettet wurde, eine Einsiedelei
errichtet haben. An dieser Stelle entstand später ein Dominikanerkloster. In den Folgejahren wurde das
Kloster immer größer und es entstanden drei weitere Kirchen. Im Inneren gibt es schöne Fresken, die
teilweise noch aus dem 14. Jahrhundert stammen, zahlreiche kostbare Gemälde und Statuen.
Wer den Lago Maggiore besucht, sollte dieses märchenhafte kulturhistorische Bauwerk unbedingt besichtigen!
Leggiuno
Der kleine Ort Leggiuno liegt etwas landeinwärts. Hier steht die hübsche alte Kirche SS Primo e Feliciano
mit einem Campanile aus dem 11. Jahrhundert, dessen römische Säulen noch aus dem 9. Jahrhundert stammen.
Nicht weit entfernt befinden sich ein paar römische Grabdenkmäler.
Varese
Die lebhafte Stadt Varese liegt etwa 20 Kilometer landeinwärts auf halbem Weg zwischen dem Lago Maggiore
und dem Lago di Lugano.
Sie war schon früher eine sehr wohlhabende Stadt und hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Im Zentrum steht
die Basilika San Vittore, die im 16. Jahrhundert unter Borromäischer Herrschaft erbaut wurde. Sie
beherbergt einige Werke von Giovanni Battista Crespi.
Das nahe gelegene Baptisterium stammt aus der Zeit zwischen 1180 und 1230.
Eine weitere interessante Kirche ist die Kirche San Antonio in deren Innerem sich kostbare Gemälde von
Giuseppe Beroffio aus dem Jahre 1756 befinden.
Auch ein Besuch im städtischen Museum ist sehr empfehlenswert. Es befindet sich in der Villa Mirabello,
die im 18. Jahrhundert erbaut wurde und von einen sehr schönen Park im englischen Stil umgeben ist. Im
Museum kann man unter anderem Funde von den Pfahlbaukulturen der nahe gelegenen Seen bewundern.
Neben der Villa Mirabello befindet sich der Palazzo Estense aus dem 18. Jahrhundert, der dem Schloss
Schönbrunn in Wien nachempfunden ist. Auch hier gibt es eine wunderschöne Parkanlage.
Oberhalb von Varese befindet sich eine besondere Attraktion, der Sacro Monte mit dem größten Kreuzweg
Norditaliens. Er zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Diese etwa 2 Kilometer lange Prozessionsstraße den Berg
hinauf hat 14 einzelne Kapellen als Stationen des Kreuzwegs in deren Innerem sich schöne Bilder und
Skulpturen aus Terrakotta befinden. Das Innere kann man nur durch Glasfenster betrachten, denn das
Betreten der Kapellen ist verboten. Sie wurden im 17. Jahrhundert von Giuseppe Bernasconi errichtet.
Die 15. Kapelle und Ausgangspunkt des Weges ist die Kirche Incoronazione della Vergine, in ihr liegen die
Gründerinnen dieser Einsiedelei begraben.
Varesotto
Der südliche Teil der Provinz Varese, in dem sich auch die Seen befinden, wird Varesotto genannt. Hier
gibt es drei größere und einige kleinere Seen. Sie sind im Gegensatz zum Lago Maggiore, der ein typischer,
sehr tiefer Gletschersee ist (bis zu 372 Meter tief), so genannte Endmoränenseen und nur etwa 25 Meter
tief.
Die drei größeren Seen sind der Lago di Varese, der Lago di Monate und der Lago di Comabbio.
Im Lago di Varese gibt es eine kleine Insel, die Isola Virginia, mit einem Museum, der Villa Ponti, in dem
die Geschichte der Pfahlbauten dokumentiert ist. Diese Insel ist nur 20 Meter vom Ufer entfernt und per
Fährverkehr zu erreichen. Sie zeigt eine bemerkenswerte Pfahlbausiedlung, die im Jahre 1863 entdeckt
wurde. Hier wurden Reste von Holzgerüsten ausgegraben, die die Basis der Wohnungen waren, die aus Stämmen,
Zweigen und Rinde gefertigt wurden. Zahlreiche Funde an diesen Stellen weisen auf eine Besiedlung zwischen
Neolithikum und Bronzezeit hin. Die Fundstücke, Knochen, Keramikwaren, Werkzeug aus Bronze und Holz,
werden im archäologischen Museum in der Villa Mirabello in Varese sowie im prähistorischen Museum auf der
Insel gezeigt. Auch um den Lago di Monate wurden Reste von Pfahlbausiedlungen gefunden.
Ispra
Im beliebten Badeort Ispra gibt es viele schöne Villen mit Parks. Etwas oberhalb der kleinen Stadt steht
ein interessantes Mausoleum der Gräfin Antoniella Castelbarco Albani. Es wurde im Jahre 1865 nach dem
Vorbild der Villa Rotunda Palladios.
Im etwas landeinwärts gelegenen Brebbia steht eine sehenswerte Basilika SS Pietro e Paolo. Sie stammt aus
dem 12. Jahrhundert und hat noch ein typisches gotisches Rippengewölbe, und ein romanisches Tonnengewölbe.
Im Innern kann man wertvolle Fresken aus dem 13. Jahrhundert bewundern.
Außerdem gibt es in Brebbia ein Pfeifenmuseum, das mehr als 10000 Exponate hat.
Angera
Der hübsche kleine Ort Angera befindet sich an der schmalsten Stelle des Lago Maggiore, gegenüber von
Arona. Oberhalb des Ortes steht auf einem Hügel die alte Festung „Rocca die Angera“. Diese
mittelalterliche Burganlage mit schönem Innenhof ist Eigentum der Fürstenfamilie Borromeo. Sie hat einige
schöne Kunstschätze wie römische Votivaltäre im Innenhof, eine Gemäldegalerie, Fresken des Künstlers
Michelino da Besozzo, ein schöner Kamin aus der Barockzeit, der aus Angerastein gebaut wurde und vieles
mehr.
Im Visconti-Flügel ist ein Puppenmuseum untergebracht mit Puppen aus dem 18. – 20. Jahrhundert. Es gilt
als eines der bedeutendsten Puppenmuseen Europas.
Zwischen dem Visconti- und dem Skaliger-Flügel steht der 30 Meter hohe Castellana-Turm, von dem aus man
einen fantastischen Blick auf die Umgebung bis zum Sacro Monte hat. Von hier aus kann man auch die gesamte
Burganlage übersehen.
Aber Angera hat noch weitere schöne Bauwerke zu bieten. An der Uferpromenade steht eine frühbarocke
Kirche, die Kirche Madonna di Riva, die im Inneren interessante Gemälde von Morazzone und Procaccini
beherbergt.
Im Zentrum an der Piazza Parocchiale steht die Pfarrkirche San Alessandro. Sie stammt aus dem 13.
Jahrhundert und beherbergt neben einem alten Taufbecken zwei sehenswerte spätantike Skulpturen.
Ranco
In diesem kleinen Ort gibt es ein sehr sehenswertes Museum. Es befindet sich in der Villa Fantasia und
zeigt Exponate zur Geschichte des Transportwesens. Hier kann man einiges über die Entwicklung von der
Postkutsche bis hin zu Zügen, Schwebebahnen und U-Bahnen erfahren.
Sesto Calende
Am südlichen Ende des Lago Maggiores an der Mündung des Ticino befindet sich die Stadt Sesto Calende. Hier
gibt es ein archäologisches Museum, in dem Fundstücke gezeigt werden die von der vorgeschichtlichen
Besiedelung dieses Ortes zeugen. Hier kann man Fundstücke aus der Golasecca-Kultur und kostbare
Grabbeigaben besichtigen, die bis ins 9. Jahrhundert vor Chr. zurückreichen.
Außerdem sehenswert ist die Abtei San Donato aus dem 9. Jahrhundert und die Kirche San Vincenzo aus dem
12. Jahrhundert.
Ein schönes Ausflugsziel nicht weit von Sesto Calende entfernt ist der Parco Regionale della Valle del
Ticino, ein wunderschönes Naturschutzgebiet um den Fluss Ticino. Hier kann man erholsame Spaziergänge oder
Radtouren unternehmen und dabei die vielfältige Flora und Fauna bewundern.
Bilder Copyright: Fotolia Fotografen
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