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Wissenswertes zum Gardasee -
Der Gardasee und seine traumhaft schönen Landschaften
Fakten, Landschaften am Gardasee, Inseln am
Gardasee, Sportmöglichkeiten am Gardasee
Der Gardasee (Lago di Garda), ein lang gestreckter Alpensee, liegt wunderschön eingebettet zwischen den
Ausläufern der Alpen und dem Anfang der Po-Ebene und überrascht seine Besucher durch ein mediterranes Klima
und vielseitige fantastische Landschaften.
Die spektakuläre Lage, das milde mediterrane Klima, die fantastischen Bedingungen für Wassersportler, sowie
die zahlreichen kulturhistorischen Schätze der Region ziehen alljährlich viele Tausende von Touristen an.
Fakten
Der
Gardasee ist der größte italienische See mit einer Länge von fast 52 Kilometern, einer Breite von 17
Kilometern und einer Fläche von 370 km².
Er liegt mit seinem nördlichen Teil in der Region Trentino-Südtirol in der Provinz
Trentino, mit dem östlichen
Teil in Venetien in der Provinz Verona und mit dem Westteil in der Lombardei in der Provinz Brescia.
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 Dieser wunderschöne, wie ins Gebirge eingeschnitten wirkende See befindet sich etwa 65 Meter über dem
Meeresspiegel.
Er hat eine relativ niedrige durchschnittliche Wassertemperatur von ungefähr 12°C, im Sommer aber erwärmt er
sich stark, so dass man ihn wunderbar als Badesee nutzen kann.
Zwischen Mai und September ist für Besucher die beste Reisezeit zum Gardasee. Da der See für ausgeglichene
Temperaturen sorgt, ist es immer mild und im Hochsommer weht ein angenehmer Wind, der die Hitze sehr gut
erträglich macht.
Durch Schwankungen im Luftdruck gibt es auch starke Schwankungen des Wasserstandes, der sich manchmal sehr
schnell verändert.
Tiefster Punkt des Sees liegt bei 346 Metern, der flachste Punkt liegt bei nur 4 Metern Tiefe.
Der See erhält ständig frisches Wasser über seinen einzigen Zufluss, den Fluss Sarca. Er fließt im Norden in
den See und tritt im Süden wieder aus.
Der Gardasee hieß in früheren Zeiten Benaco. Von 200 vor Chr. bis etwa 800 n. Chr. lautete sein Name Lacus
Benacus, der sich auf die alte Gottheit Benacus bezog. Noch heute wird der Gardasee oft Lago di Benaco
genannt.
Schon 2000 vor Chr. war die Umgebung des Gardasees besiedelt. Seither haben sich hier Römer, Hunnen und
Langobarden angesiedelt. Auch die Scaliger waren hier einst anzutreffen, wovon noch die beeindruckende
Scaliger-Festung in Sirmione zeugt. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Später wurde der Gardasee zeitweise
von den Venezianern und den Österreichern beherrscht. Seit 1866 wird er zu Italien gezählt.
Die kontrastreiche Landschaft der Gardaseeregion
Der Gardasee ist durch zwei große Vergletscherungen entstanden. Diese Gletscher schoben Felsen, Kies und Sand
vor sich her und bildeten so die Moränenhügel des Sees. Durch die Schmelzung der Gletscher entstand
schließlich der Gardasee.
Obwohl er ein Alpensee ist, herrscht hier ein sehr mildes, mediterranes
Klima und man kommt sich manchmal vor
wie am Meer.
Er ist umgeben von vielseitiger, wunderschöner Natur mit üppiger
Vegetation, hier gibt es Täler, Moränenhügel
und steile Berge – eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch und eine der schönsten Europas.
Die Region ist alpin und mediterran zugleich, während im Norden und im mittleren Teil steile Berge aufragen,
locken im Süden liebliche Hügel und flache Ebenen mit satten grünen Wiesen.
Von den umliegenden Bergen aus hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Umgebung und den tiefblauen See.
Viele Dichter und Künstler, ob Goethe oder d’Annunzio, widmeten sich in ihren Werken diesem einmaligen
Naturerlebnis.
Umgekehrt hat man auch vom See aus einen herrlichen Blick auf die umgebenden Berge, wie die Bergkette des Monte Baldo am
Veronesischen Ufer und den Monte Pizzocolo am lombardischen Ufer.
Der Monte Baldo befindet sich am westlichen Ende der
Venetischen Voralpen und verläuft über eine Strecke von
etwa 40 Kilometern von Verona bis nach Südtirol. Bei Cima Valdritta ragt er bis zu einer Höhe von 2218 Metern
auf. Seine Westflanke fällt schroff hinunter zum Gardasee ab.
Der 1581 Meter hohe Monte Pizzocolo ist ein wunderbarer Aussichtsberg und bietet ein sagenhaftes Panorama. Von
hier aus kann man die Adamello Gruppe sehen, außerdem den Monte Rosa und die Apenninen.
Überall an den Ufern des Gardasees findet man eine mediterrane Vegetation und es liegt ein betörender Duft von
Oleander, Zeder, Orangen und Zitronen in der Luft. Der See ist sonnenverwöhnt und entsprechend üppig und
teilweise subtropisch ist die Vegetation, hier wachsen sogar Palmen.
Das östliche Ufer des Sees wird häufig als die Oliven-Riviera (Riviera degli Olive) bezeichnet. Hier gibt es
viele Olivenhaine und es wird ein hervorragendes Olivenöl hergestellt. Olivenbäume wurden bereits zu Zeiten
der Etrusker an den Gardasee gebracht, aber erst zu Römerzeiten wurden sie vermehrt gepflanzt.
Neben den Olivenbäumen dominiert eine mediterrane Vegetation mit den für den Gardasee so typischen Zypressen,
außerdem gibt es viele Agaven, Obstplantagen und Wein. Das mediterrane Klima des Gardasees, das man sonst nur
weiter im Süden hat, entsteht durch die große Wasserfläche, die die Wärme speichert.
An der Westseite des Sees befindet sich die Riviera dei Limoni, die wegen der zahlreichen Zitrusplantagen so
genannt wird.
Im Norden dominieren Weinberge. Hier wird der berühmte Wein der Region angebaut. Die zahlreichen Weinhänge
rund um Bardolino haben schon viele Künstler begeistert und inspiriert.
Außerdem locken im Norden die steilen Täler und wilden Sturzbäche viele Sportler an. Hier kann man Kajak
fahren, Canyoning ausprobieren, wandern, klettern, mountainbiken und vieles mehr. Das Nordufer sieht ein
bisschen aus wie ein norwegischer Fjord, hier ragen die Felswände steil auf und es gibt nicht viel Platz für
Ortschaften.
Rund um den See gibt es viele schöne Naturparks, in denen man die Landschaft dieser Region genießen kann. Ein
absolutes Highlight ist der Naturpark Alto Garda Bresciano mit seinen zahlreichen Wanderwegen und den
atemberaubenden Aussichten. Hier findet man steile Felsen, Talsohlen, Wälder und breite Terrassen und den
Wanderer erwartet eine umwerfend schöne und vielfältige Landschaft.
Der 50 Hektar große Parco Giardino Sigurta soll einer der schönsten Naturparks der Welt sein. Er beherbergt
eine riesige Pflanzenvielfalt.
Herrliche Ausblicke auf den See und auf die Umgebung können auf den wunderbaren Panoramastraßen entlang des
Ufers genossen werden. Im Westen bietet die Gardasena Occidentale und im Osten die Gardasena Orientale
traumhafte Ausblicke.
Wer einen ungewöhnlichen Blick auf die schöne Landschaft der Gardaseeregion werfen will, kann dies von einem
Boot aus tun, von dem aus man die verschiedenen malerischen Uferabschnitte bewundern kann.
Die Inseln im Gardasee
Im Gardasee befinden sich 5 kleine
Inselchen.
Die größte ist die
Isola di Garda. Sie ist etwa 1100 Meter lang und nur 60 Meter breit und befindet
sich in der Nähe der Bucht von S. Felice del Benaco, am Westufer des Gardasees. Man bezeichnet sie auch als die
Insel Mainau des Gardasees. Im Jahre 788 wurde sie von Karl dem Großen verschenkt an das Kloster S. Zeno in
Verona. Später im Jahre 1220 baute der berühmte Franz von Assisi hier ein Kloster. Heute ist die Insel in
Privatbesitz und beherbergt die wunderschöne Villa Borghese im neugotisch-venezianischen Stil, die der Familie
des Grafen Borghese-Cavazza gehört. Da sowohl das prunkvolle Gebäude, die üppig blühenden Gärten, die bis zum
See reichen als auch die herrlichen Wälder und Haine mit Zitronen, Zypressen, Pinien, Akazien und Magnolien
ein wunderschönes Erlebnis bieten, wurde die Insel von den Besitzern von April bis Oktober für Führungen
geöffnet.
Die kleinere Insel
Isola San Biago (Sankt Blasius Insel) liegt vor der Punta Belvedere nahe bei
Manerba.
Sie hat noch eine kleine Nebeninsel, I Conigle, die Haseninsel.
Diese Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel und kann nicht nur per Boot, sondern auch zu Fuß vom Festland aus
erreicht werden. Sie liegt ganz nahe bei der Halbinsel Punta Belvedere und je nachdem wie hoch der Wasserstand
ist, kann man entweder trockenen Fußes hinüberkommen oder aber man watet durchs etwa hüfttiefe Wasser. Von der
Insel aus hat man einen hervorragenden Blick auf den Gardasee. In den Sommermonaten ist die Insel bewirtet und
man findet dort einen hübschen kleinen Strand, der teilweise steinig ist, und einen Campingplatz. Es werden
häufig Jazz- oder Klassikkonzerte hier angeboten.
Die Isola del Sogno befindet sich in der traumhaft schönen Bucht Val di Sogno, die bei
Seglern und
Surfern sehr beliebt ist. Auch sie ist wie die Isola San Biagio bei niedrigem Wasserstand trockenen Fußes zu
erreichen. Die hübsche Insel ist mit Bäumen bewachsen.
Die Isola del Trimelone, auch Festungsinsel genannt, befindet sich vor
Assenza di Brenzone. Einer alten
Sage zufolge, soll die Insel der Verbindungsarm zweier Brüder sein. Sie waren in Unterwasserriffe verwandelt
worden und wollten weiter miteinander verbunden sein. Die Insel ist unbewohnt. Auf der Insel stehen noch Reste
einer alten Festung, die aus dem ersten Weltkrieg stammt. Sie kann mit dem Boot erreicht werden, darf aber
nicht betreten werden, das sie militärisches Sperrgebiet ist.
Die Isola
degli Olivi, die Oliveninsel, ist unbewohnt und winzig. Sie liegt nicht weit von
Malcesine entfernt und ist mit dem Boot zu erreichen. Von Malcesine aus kann man sie auf der Uferpromenade gut sehen.
Sportmöglichkeiten
Bedingt durch die vielfältige und kontrastreiche Landschaft der Gardaseeregion kommen Sportler hier voll auf
ihre Kosten.
Der See ist ein Mekka für
Surfer. Die Windbedingungen sind ideal und bereits frühmorgens sieht man im
nördlichen Teil zahlreiche Windsurfer auf dem See. Auch Segler, Ruderer, Wasserskifahrer oder Taucher sind
hier genau richtig.
Da es in der Umgebung auch herrliche Bergregionen hat, kann man zum Beispiel einen
Badeurlaub mit einem
Wanderurlaub kombinieren und einige der traumhaft schönen Wanderrouten der Berglandschaft des Monte Baldo
nutzen. Auch
Moutainbiker finden hier zahlreiche interessante Routen.
Viele andere
Sportmöglichkeiten wie Paragliding, Freeclimbing, Canyoning, Kajak fahren oder
Klettern laden zu
einem unvergesslichen Aktivurlaub ein. Man findet auch hervorragende Golfplätze.
Erreichbarkeit
Der Gardasee ist leicht zu erreichen von allen Hauptregionen Nord- und Zentraleuropas. Er liegt an der
Kreuzung zweier wichtiger italienischer Autobahnen und ist auch gut per Bahn zu erreichen. Der nächstliegende
Flughafen ist der Flughafen Valerio Catullo bei Verona.
Wissenswertes zum Gardasee
Bevor der Tourismus zu wirtschaftlichem Aufschwung führte, war die Region rund um den Gardasee sehr arm und
das Leben hier war hart. Viele der Männer gingen der Arbeit des Köhlerns nach. Sie zogen für viele Wochen
hinauf in die Wälder, fällten Bäume und stapelten Meiler auf, zündeten sie an und gewannen in einem
langwierigen Prozess die Holzkohle. Eine weitere Einkommensquelle war die Zucht von Seidenraupen. Noch heute
trifft man in den Wäldern um den Gardasee auf zahlreiche Maulbeerbäume, die die bevorzugte Kost dieser
produktiven Raupen sind.
Die Legende von Engardina mit den blauen Haaren
Der Legende nach lebte die Bergnymphe Engardina in den Almen des Monte Baldo. Hier befand sich auch ein
hübscher kleiner See. Sie hatte wunderschönes blaues Haar und viele Zwerge als Untertanen. Eines Tages wurde
sie von dem Wassergott Benacus dazu verführt mit ihm zu kommen, aber sie wollte ihr Reich mit dem kleinen See
nicht gerne verlassen. Daraufhin versprach Benacus ihr einen viel schöneren und beeindruckenderen See, schlug
mit seinem Dreizack an einen Felsen und brachte so das Gestein dazu, mit großem Getöse aufzubrechen. Riesige
Wassermassen rauschen hinab ins Tal und füllten es zu einem See auf.
Die Bergnymphe war tief beeindruckt und die beiden vermählten sich im Gardasee. Die Haare der schönen
Engardina färbten das Wasser und so erhielt der See das herrlich klare Blau, das bis heute noch alle Besucher
entzückt.
Der Gardasee und die Künstler
Schon seit jeher war der Gardasee ein attraktiver Ort für Künstler, viele der ganz Großen waren hier und
wurden von der herrlichen Natur und dem mediterranen Flair inspiriert.
Rilke, Goethe, Byron, Ibsen, Gide und Viele mehr liebten diesen außergewöhnlichen Ort.
Schon der lateinische Poet Catull verfasste Dichtungen über den Gardasee und auch Vergil beschrieb ihn in
seinen Georgica.
Ezra Pound schrieb eines Tages an James Joyce was die meisten Besucher empfinden, wenn sie an diesem
paradiesischen Fleck Erde ankommen: „Hier fühle ich mich zu Hause“.
Bilder Copyright: Fotolia Fotografen von
oben: MF-Media.de, PIXMatex, privat, Klaus-Peter Adler, Rainer
Schmittchen, NikonSteff,
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